Australien’s Ostküste: von Cairns bis Sydney

Selten habe ich beim Reisen so eine Freiheit gespürt, wie während meines Trips entlang der Ostküste Australiens. Freiheit in dem Sinne, weil du einfach drauf losfahren kannst -guck wie weit du kommst und leg einen Stop zum Übernachten ein wenn dir danach ist. Halte wo du willst. Gefällt dir ein Ort besonders gut, dann bleib doch einfach ein paar Tage länger dort.

Umgeben von kristallklarem, türkisen Meerwasser, den weißesten Sandstränden der Welt und Abenteuern die an jeder Ecke lauern – sei es eine Schnorcheltour im Great Barrier Reef oder eine Bootsfahrt zum Whitehaven Beach – es wird nie langweilig. Fünf Wochen lang ging es von Cairns bis runter nach Sydney. 2.800km, quasi ein Mal von Düsseldorf nach Oslo und wieder zurück.


Cairns

Die tropische Stadt Cairns liegt im Norden des Bundesstaats Queensland und wird durch die Nähe zum Great Barrier Reef auch als Tauchhauptstadt bezeichnet. Für viele Leute ist Cairns der Anfang oder das Ende ihrer Reise entlang der Ostküste Australiens.

Die bunte Unterwasserwelt des größten Riffsystems der Welt: Great Barrier Reef, lässt sich von Cairns aus problemlos in einer halben Stunde erreichen. Neben den wunderschönen Regenwäldern, dem aufregenden Nachtleben und schönen Stränden, darfst du dir eine Tour durch die Unterwasserwelt Australiens auf keinen Fall entgehen lassen.


Magnetic Island

Magnetic Island liegt vor der Küste von Townsville, auch im Bundesstaat Queensland und beeindruckt durch seine menschenleeren Strände, Abgeschiedenheit und unberührte Natur. Hier findest du die Ruhe, die du im wuseligen Cairns vielleicht nicht gefunden hast.

Während die meisten Inseln sich durch tropische Regenwälder auszeichnen, ist Magnetic Island von Eukalyptus-Wäldern bewachsen. Mit viel Glück, kannst du dort sogar frei lebende Koalas oder Rock-Wallabys beobachten.

Magnetic Island – Nelly Bay
Magnetic Island

Airlie Beach

Airlie Beach gilt eigentlich als der Übergangsort, bevor es zu den wunderschönen Whitsunday Islands geht. Das lebhafte Küstendorf ist jedoch auch einen Besuch wert und sollte nicht nur als „Portal“ zum Whitehaven Beach gesehen werden.

Neben der Lagune und dem weichen Sandstrand, gibt es viele süße kleine Boutiquen und Restaurants, bei denen man den Tag bei entspannter Live-Musik ausklingen lassen kann. In Airlie Beach wirst du viele Backpacker unterschiedlichster Nationen treffen mit denen du einen witzigen Abend in einer Karaoke Bar verbringen oder gemütlich am Strand sitzen kannst.

Airlie Beach – Lagune

Whitsunday Islands

Die insgesamt 74 Inseln der Whitsunday Islands liegen zwischen der Küste von Queensland und dem Great Barrier Reef. Zu den beliebtesten Inseln zählen die Hamilton Island, die Daydream Island und die Whitsunday Island.

Mit einem Boot oder Wasserflugzeug, lässt sich die unberührte und unbewohnte Insel Whitsunday Island erreichen. Von dort aus lässt sich dann der weltberühmte Whitehaven Beach erreichen, der buchstäblich das Wort Paradies verkörpert. Eigentlich sollte es so sein, dass wenn du im Wörterbuch nach dem Wort Paradies suchst, die Erklärung Whitehaven Beach lautet. Geblendet durch den atemberaubend schönen Sandstrand und das unvorstellbare türkis des Wassers, wirst du deinen Mund gar nicht mehr zu kriegen.

Vom Hill Inlet aus kann man ein Farbenspiel aus dem wunderschönen Sandstrand und dem Traumwasser beobachten. Abhängig von Ebbe und Flut verändert sich das farbenfrohe Naturwunder und somit überwiegt je nach Tageszeit das starke Blau oder das strahlende Weiß des Sandes.

Whitehaven Beach – Hill Inlet
Whitehaven Beach
Whitehaven Beach – geht das Wasser eigentlich noch klarer?

Fraser Island

Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt und gehört seit 1992 zum Weltnaturerbe – zu Recht! Ein Spektakel aus Naturwundern reiht sich an das Nächste und so glänzt die Insel vor allem durch seine Natürlichkeit, denn es gibt keine Straßen. Gefahren wird nur auf dem was es am meisten auf dieser Insel gibt: Sand. Dies hat auch zur Folge, dass nur Autos mit Allradantrieb den Sand befahren dürfen. Stell dich auf eine ruckelige Achterbahnfahrt ein. Hier ein Loch und dort eine Wurzel, da muss man ausweichen und dort geht es auf ein Mal stark bergab – so lässt sich Fraser Island doch super erkunden.

Unter den fast 200 Seen, ist der Süßwassersee McKenzie wohl der Bekannteste. Umgeben von weißem Sandstrand, wechselt das Wasser von einem leuchtenden türkis in ein dunkles blau und verleiht dem See damit ein einzigartiges Farbspiel.

Fraser Island – Bus mit Allradantrieb
Fraser Island – Lake McKenzie
Fraser Island – Maheno Shipwreck
Fraser Island – Wanderung

Brisbane

Brisbane ist die drittgrößte Stadt Australiens und gleichzeitig auch die Hauptstadt Queenslands. Besonders glänzt die Stadt aber durch viele Sonnentage im Jahr, denn im Gegensatz zu Melbourne, gibt es in Brisbane durchschnittlich 280 Tage Sonne im Jahr und somit kann man die Kultstadt das ganze Jahr über bereisen.

Kunst und Kultur verleihen der Stadt ein lässiges Flair. Während du dich unter der Woche durch zahlreiche Restaurants probierst, kannst du am Wochenende über die South Bank Markets schlendern und einfach mal die Seele baumeln lassen.

Brisbane
Brisbane – Lone Pine Koala Sanctuary

Surfers Paradise

Die kleine Stadt Surfers Paradise liegt im Herzen der Gold Coast und gilt als das Las Vegas Australiens. Jedes Jahr reisen tausende feierwütige Backpacker aus den unterschiedlichsten Ländern, aber auch Australier an, um das Nachtleben der Stadt zu genießen. Ziehe entweder auf eigene Faust von Bar zu Bar oder schließe dich einer der geführten Pub Crawls an.

Surfers – wie die Australier die Stadt nennen – hat aber viel mehr zu bieten als nur ein aufregendes Nachtleben. Jedes Jahr im April findet das Quicksilver Pro Gold Coast statt, ein Event bei dem die besten Surfer der ganzen Welt gegeneinander antreten. Solltest du in einem anderen Monat des Jahres in der kleinen Stadt sein, wirst du aber garantiert auch die Chance haben Surfer vom Ufer aus zu beobachten. Denn neben dem Nachtleben, ist das Surfern einer der Gründe warum so viele Menschen das Surfers Paradise besuchen.

Ich habe Surfers nicht während meiner Ostküsten-Reise gesehen, da ich zuvor bereits in Brisbane war und ein Wochenende im Surfers Paradise verbracht habe. Trotzdem gehört die Stadt zu meiner Auflistung dazu, da sie auf keinen Fall auf deiner Ostküstenroute fehlen darf.

Surfers Paradise – Skyline
Surfers Paradise – Zentrum der Gold Coast

Byron Bay

Neben dem Whitehaven Beach und Fraser Island, gehört Byron Bay zu meinen absoluten Lieblingsorten an der Ostküste Australiens. Etwas weniger als zwei Autostunden von Brisbane entfernt liegt die wunderschöne Kleinstadt Byron Bay.

Selten habe ich in einer Stadt so viel Harmonie und Gelassenheit gespürt. Von Familien, Backpackern, Hippies, Straßenkünstlern, bis hin zu Spirituellen war alles dabei. Ein kunterbunter Laden reiht sich an den Nächsten und auf den Straßen sitzen Frauen die sich gegenseitig Federn in die Haare flechten, während im Hintergrund eine Band mit jungen Straßenmusikern die Stimmung perfekt macht. Die Leute laufen barfuß durch die Straßen, grüßen dich als wärt ihr schon jahrelange Freunde und sind generell sehr weltoffen.

Byron Bay ist für mich einer der Orte, der mir zeigt, dass es auch noch Flecken auf der Welt gibt an denen alles Gut ist. Es spielt keine Rolle wo du herkommst, wie alt du bist, ob Mann oder Frau oder welcher Religion du angehörst. An diese kleine Stadt werde ich immer mit einem Lächeln zurückdenken und es gibt Keinen den ich getroffen habe, der nicht mindestens zwei Tage länger als geplant geblieben ist, denn diese Stadt wird dich komplett in ihren Bann ziehen – versprochen!

Byron Bay – Hippie Stadt
Byron Bay – bunte Geschäfte

Sydney

Sydney ist die Hauptstadt des Bundesstaates New South Wales und ist mit ca. 5,5 Millionen Einwohnern die größte Stadt Australiens. Die moderne, stimmungsvolle Metropole hat neben dem Opera House, der Harbour Bridge, dem Bondi Beach und den nahe gelegenen Blue Mountains so einiges zu bieten.

„No Worries“ ist das Mantra der Einwohner Sydneys, auch Sydneysider genannt. Generell zählt Sydney zu den multikulturellsten Städten der Welt, denn über 30% der Einwohner wurden außerhalb Australiens geboren.

Mit Sydney werde ich wahrscheinlich mein Leben lang einen ganz besonderen Ort verbinden, denn ich durfte diese Mega-Stadt acht Monate lang mein zu Hause nennen. Ich habt dort in einer australischen Familie als AuPair gearbeitet und hatte somit die Chance Sydney von einer ganz anderen Seite kennenzulernen.

Sydney – Opera House
Sydney – Harbour Bridge

Die Ostküste Australiens hat so viele sehenswerte Orte und natürlich waren diese neun Stopps nicht die einzigen Orte die ich während meiner Reise bewundert habe. Ich kann aber sagen, dass es definitiv die Orte waren an die ich jetzt immer noch gerne zurückdenke.

Alles Stopps auf einem Blick:

Cairns – Great Barrier Reef – Townsville – Magnetic Island – Airlie Beach – Whitsunday Islands – Rockhampton – Hervey Bay – Fraser Island – Noosa – Brisbane – Surfers Paradise – Byron Bay – Port Macquarie – Newcastle – Sydney


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