Brüssel: Kurztrip in die Hauptstadt Belgiens

Bruessel

Ins neue Jahr habe ich dieses Mal in Brüssel gefeiert. Vor jedem Kurztrip in eine neue Stadt, habe ich eigentlich immer eine gewisse Vorstellung was mich in der jeweiligen Stadt erwarten wird. Anders war es jedoch bei Brüssel. Ohne Vorstellung bin ich also mit einer Freundin Richtung Belgien aufgebrochen. Und was soll ich sagen? Brüssel hat mich absolut umgehauen.

good to know

Brüssel ist nicht nur die Hauptstadt des Königreichs Belgien, sondern auch die Hauptstadt Europas. Hier befindet sich neben dem Hauptsitz der Europäischen Union auch der Sitz der NATO. Pompöse Altbauten der mittelalterlichen Altstadt aus dem 19. Jahrhundert reihen sich an moderne Bauten, was der Stadt ihren ganz besonderen Charme verleiht.

Obwohl Brüssel als zweisprachige Stadt bezeichnet wird, in der man sowohl Niederländisch als auch Französisch spricht muss ich sagen, dass ich in den Straßen Brüssels so gut wie kein Wort Niederländisch gehört habe. In Restaurants, sowie in unserem Hotel wurden wir jedes Mal auf Französisch begrüßt.


an jeder Ecke stehen Waffel-Wagen

Grand Place

An dem Grand Place führt kein Weg vorbei, denn er befindet sich mitten im Zentrum Brüssels. Seit 1998 gehört er zum Weltkulturerbe der UNESCO und beeindruckt vor allem durch seine Architektur. Die barocken Fassaden sind mit goldenen Elementen verziert und bilden das Kontrastprogramm zu der Kopfsteinbeflasterung am Boden. Abends, wenn die einzelnen Gebäude angeleuchtet werden, herrscht auf dem Grand Place eine ganz besondere Atmosphäre.

Am 31. Dezember haben sich tausende Menschen auf dem Platz versammelt um gemeinsam ins neue Jahr zu feiern. So auch wir. Wenige Minuten vor dem Jahreswechsel standen wir alle voller Aufregung da und haben auf das Feuerwerk gewartet. Doch das Einzige was wir um Mitternacht hörten, waren Glückwünsche für das neue Jahr und Jubelschreie. Paris, Prag, Wien und Brüssel haben komplett auf das Feuerwerk verzichtet. Und siehe da: wir haben trotzdem alle, ohne Böllerei, ausgelassen in das neue Jahr gefeiert.


Manneken Pis

Manneken Pis, auch „Petit Julien“ genannt, ist das Wahrzeichen der Stadt. Der nur 61cm große, urinierende Kerl befindet sich unmittelbar am Grand Place. Man erkennt ihn bereits von weitem an der großen Menschenmasse die sich um die Statue tummelt. Zu besonderen Anlässen wird der kleine Mann sogar verkleidet.

Die Statue ist das Sinnbild für Mut, Widerstandsgeist und Frechheit. Einer Legende nach zur Folge, soll der kleine Junge Julianske das Vorbild gewesen sein. Er soll damals feindliche Belagerer belauscht haben und im richtigen Moment auf eine brennende Zündschnur uriniert haben. Dadurch verhinderte er die Zerstörung der Mauer der Stadt.


Mont des Arts

Die Geschichte des Mont des Arts, auch Kunstberg genannt, reicht bis ins Mittelalter zurück. Er bildet den Übergang zwischen Unter- und Oberstadt und liegt zwischen dem Grand Place und dem Place Royale.

Vom Mont des Arts aus hat meinen einen tollen Blick über die Stadt, sowie einen tollen Ausblick auf die liebevoll angelegte Gartenanlage. Im Garten finden sich genug Sitzgelegenheiten um eine kurze Pause zu machen und den Ausblick zu genießen. Wir waren jetzt schon ziemlich begeistert von der ganzen Anlage, wie wunderschön ist es dann bitte im Sommer dort?

Mont des Arts Submergence

Brüssel by Lights hat im Dezember die Wintersaison mit dem kunstvollen Lichterspiel „Submergence“ eröffnet. An den Stufen des Mont des Arts befanden sich hängende Lichter, die zum Rhythmus der Musik ihre Farbe und Geschwindigkeit änderten. Die Mischung aus Sound, Farben und Intensität zog alle Schaulustigen in ihren Bann und hat mich direkt an meine wundervolle Zeit in Japan erinnert.

Geöffnet ist das kostenlose Lichtkunstwerk vom 27.11.2019 bis zum 05.01.2020. Für Ende diesen Jahres gab es leider noch keine Informationen dazu, ob die Lichtershow kommenden Winter zurück nach Brüssel kommt.


Place Royale

Auf unserem Weg zum Mont des Arts, sind wir immer über den Place Royale, auch Königsplatz genannt, gelaufen. Im Zentrum des Platzes befindet sich die Statue von Prinz Charles-Alexandre de Lorraine.

Die prachtvollen Gebäude mit ihren hohen weißen Türen verleihen auch diesem Platz seinen ganz besonderen Charme. Wir hatten am ersten Tag des neuen Jahres so Glück mit dem Wetter und konnten bereits die ersten Sonnenstrahlen genießen. Herrlich!


Atomium

Das Atomium ist neben dem Manneken Pis wohl das bekannteste Wahrzeichen Brüssels und zählt zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die kugelförmige Konstruktion stellt ein Eisenmolekül in 165-milliardenfacher Vergrößerung dar. Entstanden ist das einzigartige Bauwerk, mit einer stolzen Höhe von 102 Metern, im Jahr 1958 zur Weltausstellung.

Wir haben uns gegen einen kostenpflichtigen Rundgang entschieden, da es erstens viel zu voll war und zweitens wir auf unserem Weg nach Antwerpen nur einen kurzen Abstecher zum Atomium machen wollten. Da es zu den einzigartigsten Bauwerken zählt, wollten wir es uns nicht entgehen lassen das vergrößerte Eisenmolekül zu sehen. Wenn ihr mich fragt, reicht es aber das Ganze von außen zu bestaunen.


where to eat

Fanny Thai

Ich liebe thailändisches und vietnamesisches Essen. Fanny Thai liegt in der Nähe vom Grande Place und hat eine große Auswahl an super frisch zubereitetem Essen. Wir sind spontan und ohne Reservierung am frühen Abend dort Essen gegangen und waren total begeistert. Dieses Restaurant würde ich jedem empfehlen der thailändisches Essen mag, ihr werdet nicht enttäuscht sein!

Adresse: Rue Jules Van Praet 36, 1000 Bruxelles

Telefon: +32 2 502 64 22

Öffnungszeiten: 12- 22:30Uhr (eventuell Mittags für zwei Stunden geschlossen)


Cafe Capitale

Das Cafe Capitale gehört zu den Cafes, die durch ihre kleine und süße Art einladen und in denen man stundenlang sitzen könnte. Auf unserem Rückweg zurück zum Hotel sind wir durch Zufall am Cafe Capitale vorbei gelaufen und haben uns direkt verliebt. Tolle Atmosphäre, super nettes Personal und eine wunderschöne Lage direkt an einem Eckhaus.

Adresse: Rue du Midi 45, 1000 Bruxelles

Telefon: +32 2 514 39 95

Öffnungszeiten: 9:00- 20:00 Uhr


Waffeln: La Gaufrerie

Wie hätte ich Brüssel verlassen können ohne nicht mindestens eine der berühmten belgischen Waffeln probiert zu haben? Quasi direkt neben dem Manneken Pis sind wir auf den Waffelladen La Gaufrerie aufmerksam geworden und haben uns kurzerhand dort jeder eine leckere Waffel gegönnt.

Man kann aus verschiedenen Früchten, Soßen und Süßigkeiten auswählen und sich somit seine ganz individuelle Leckerei zusammenstellen. Mein Tipp: Die Waffeln sind sehr sehr mächtig, man kann sie sich auch super zu zweit teilen.

Adresse: Rue de l’Etuve 53, 1000 Bruxelles

Telefon: +32 2 502 25 05

Öffnungszeiten: 08:30- 23:00Uhr


where to stay

Penta Hotel

Während unseres Kurztrips haben wir im Pentahotel City Centre geschlafen und waren absolut begeistert. Die Zimmer sind nicht nur wunderschön und das Person super freundlich, sondern die Lage ist auch perfekt. Den ganzen Trip lang konnten wir alles fußläufig erreichen und haben somit auf die Tram und unser Auto verzichtet.

Wir sind von Düsseldorf aus mit dem Auto angereist und konnte dies im angrenzenden Parkhaus für 18€/24h parken.

Beste Lage um Brüssel zu erkunden

Die Innenausstattung des Hotels mit ihrem rustikal-modernen Einrichtungsstil hat mir besonders gut gefallen. Das Zimmer war super sauber und die Einzelbetten größer als üblich. Ich würde jederzeit wieder in dieses Hotel fahren und kann es euch deshalb nur wärmstens empfehlen.


Was soll ich sagen? Ich hätte mir im Nachhinein keine bessere Stadt vorstellen können um in das Jahr 2020 zu starten. Brüssel versprüht einfach so viele Charme und gute Laune. Es macht Spaß durch die Straßen zu laufen und jede kleinste Ecke zu erkunden. Der Duft von warmer Schokolade und Waffeln, während man durch die niedlichen Gassen mit ihren popösen Gebäuden läuft, fehlt mir jetzt schon…

Auf Wiedersehen Brüssel, du wunderschöne Stadt. Ich werde definitiv wiederkommen!

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